175-JAhre-Leipzig-dresden

Eudora Verlag, Leipzig, 2014
160 Seiten; viele Schwarzweiß- und Farbabbildungen; Format 15 x 24 cm

ISBN 978-3-938533-56-7
€ 17,90

HH

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Ralf Haase

175 Jahre erste deutsche Ferneisenbahn zwischen Leipzig und Dresden

Anlässlich des 175-jährigen Jubiläums der ersten deutschen Ferneisenbahn zwischen den sächsischen Metropolen Leipzig und Dresden erschien im EUDORA-Verlag ein umfassendes Werk zur Geschichte dieser Bahn.

Der Autor zeigt in dem Buch jedoch nicht nur die Geschichte dieser sächsischen Bahn auf. Diese Bahn gilt als Initialzündung für die zahlreichen Eisenbahnprojekte in Deutschland der folgenden Jahrzehnte.

In 15 Episoden (Kapiteln) zeigt der Autor nicht nur Planung und Bau dieser Fernbahn auf sondern blickt über die Landesgrenzen und in die Vergangenheit des Verkehrswesens. So wird der Personen- und Güterverkehr zur Zeit der Kutschen ebenso gestreift wie die Entwicklung der Dampfkraft bis zur Entwicklung der ersten Dampfloks in England. Auch der Bau der ersten deutschen Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth findet in diesem Werk ihre Würdigung. Reichlich Raum findet die Geschichte des Schwabens Friedrich Lists, der eine der treibenden Kräfte hinter den Fernbahnplänen wurde. Dieser Wirtschaftstheoretiker, Vorkämpfer des Zollvereins und Eisenbahn-Pionier verlor aber nie den Blick auf die gesamtdeutschen Verhältnisse, wie Ralf Haase gut beschreibt.

Weitere für das spätere Gelingen des Eisenbahnprojekts wichtige Menschen wie Gustav Harkort, Carl Theodor Kunz und Johann Andreas Schubert finden eine umfangreiche textliche Beleuchtung. Der Bau der ersten erfolgreich in Deutschland gebauten Dampflokomotive, der „Saxonia“ mit all den dabei aufgetretenen Schwierigkeiten wird aufgezeigt.

Einen größeren Umfang nimmt dann die Beschreibung des Streckenbaus von Leipzig nach Dresden mit den für einen Bahnbetrieb notwendigen Bahnbauten ein. Auch sind die ersten Gedanken zum Verbinden der Sächsischen mit den Bayrischen Bahnstrecken aufgegriffen. So sind auch erste Skizzen zum Aussehen der berühmten Gölzschtalbrücke abgedruckt.

Im Epilog findet der Leser einen Ausblick auf das nachfolgende Jahrhundert der Eisenbahn.

Im Anhang des Buches finden sich Abdrucke zeitgenössischer Schriften wie der „Aufruf an unsere Mitbürger in Sachsen die Anlage einer Eisenbahn zwischen Dresden und Leipzig betreffend“ von Friedrich List. Allein dieser umfangreiche Anhang ist den Kauf des Werkes wert.

Fazit:
Eine umfassende und fundierte Darstellung zum Bau der ersten deutschen Fernbahnstrecke. Ganz sicher nicht nur für Freunde der Sächsischen Eisenbahnen eine Pflichtlektüre, sondern für jeden Freund des frühen Eisenbahnwesens. Absolut lesenswert.